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16. Jänner 2012

Wiener Philharmoniker: Konzertdebüt im Oman

Nur zwei Wochen nach dem Neujahrskonzert reisten die Wiener Philharmoniker in das Sultanat Oman, wo sie am 16. Jänner 2012 im prunkvollen Royal Opera House Muscat die neue Konzertsaison eröffneten. Gleich drei Debüts galt es dabei zu feiern: sowohl das Orchester als auch Dirigent Valery Gergiev und der fulminante, blutjunge Solist Daniil Trifonov stellten sich erstmals dem heimischen Publikum vor. Der erst 21jährige Gewinner des Tschaikowsky Wettbewerbs 2011 und Drittplatzierter des Chopin Wettbewerbs 2010 bezauberte nach seinen Konzerten im Wiener Musikverein tags zuvor auch die ausverkauften Zuschauerreihen des omanischen Opernhauses und bestätigte Maestro Gergiev einmal mehr als genialen Talent-Entdecker. Dieser riss die Zuhörer auf einem Streifzug durch die russische Musikgeschichte mit Klassikern und weniger Bekanntem gleichermaßen zu Begeisterungsstürmen hin.

Nach Sergei Prokofjews Symphonie classique wurde Daniil Trifonovs Interpretation von P.I. Tschaikowskis berühmtem Klavierkonzert in b-Moll heftig akklamiert, womit bereits niemand Geringeres als das anspruchsvolle Wiener Publikum zwei Zugaben von ihm eingefordert hatte. Im zweiten Teil waren Nikolai Rimski-Korsakows selten gespielte Suite in vier Szenen aus „Die Legende der unsichtbaren Stadt von Kitesch“ sowie das Konzert für Orchester Nr. 1 „Naughty Limericks“ von Rodion Schtschedrin zu hören. Valery Gergievs lang gewachsene Verbindung zu den Musikern drückte sich in einem vollendet harmonischen Miteinander aus, das Orchester musizierte sämtliche Stücke auf gewohnt höchstem Niveau und aus einem Guss.

Äußerst beeindruckt zeigten sich die Wiener Philharmoniker über das neue Opernhaus, welches sich durch ein musik- und menschenfreundliches Ambiente und hervorragende Bühnentechnik allermodernsten Zuschnitts auszeichnet. Hier hat ein Architekt nicht sich selbst ein Denkmal gesetzt, sondern einen Musentempel geschaffen, der Stil und Charakter des warmherzigen Landes gelungen widerspiegelt. Zuschauerraum wie auch Bühnenbereich sind flexibel und modular gestaltet: auf Knopfdruck setzen sich 500 Tonnen Bühnengewicht in Bewegung und verwandeln das Opernhaus binnen nur 15 Minuten in einen Konzertsaal mit einer riesigen, wunderschönen Orgel. Auch für Musical- und Tanzproduktionen ist das Royal Opera House Muscat adaptierbar.

 

Rieder Promotions (RiederArt Consulting) möchte sich abschließend recht herzlich bei der Leitung und dem gesamten Team des Opernhauses bedanken. Ablauf und Koordination in den Bereichen Logistik bzw. Technik haben perfekt funktioniert, die große arabische Gastfreundschaft war einmal mehr ein wunderbares Erlebnis. Eine Einladung ins Royal Opera House Muscat war und ist sicherlich für jedes Gastensemble ein Erlebnis der Sonderklasse. Auch dem Orchestervorstand sowie sämtlichen Musikern und der Administration möchten wir für die beglückende Zusammenarbeit unseren Dank aussprechen.